
Nach anhaltender Trockenheit gab es bereits im April mehrere Wald- und Flächenbrände, bei denen
Pilotinnen und Piloten Erstmeldungen über FIS abgesetzt und damit Schlimmeres verhindert haben.
Aus diesem Grund bittet der Präsident des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, alle
Luftsportlerinnen und Luftsportler, ein besonderes Augenmerk auf die Waldflächen zu richten. Die
Früherkennung von Waldbränden ist insbesondere in großen zusammenhängenden Waldgebieten
mit wenig Infrastruktur wichtig, um große Schäden zu verhindern. Wälder haben die Problematik,
dass die Rettungsdienste dort auf genaue Information über die Lage des Brandherds angewiesen
sind, um auf dem kürzesten Weg dorthin fahren können. Hierzu müssen die Zuwege möglichst
detailliert mitgeteilt werden. Ungefähre Angaben wie „da hinten im Wald brennt‘s“ lassen sich auch
mit moderner Drohnentechnik nur schwer exakt zuordnen, und vor allem kosten sie wertvolle Zeit.
Den Piloten wird daher empfohlen, den Stand des Brandherds unter Einhaltung der erforderlichen
Sicherheit zu überfliegen und den aktuellen Standort auf der aktuellen FIS-Frequenz zu melden. Die
DFS Deutsche Flugsicherung hat zwischenzeitlich ihre FIS-Controller geschult und fragt die Piloten
über entsprechende Wahrnehmung der Rauchentwicklung, Feuer, Fahrzeuge vor Ort, Personen
gezielt ab. Wenn das nicht möglich ist, bitte den aktuellen Standort beim Überfliegen am besten über
GPS-gestützte Bordnavigation erfassen und dann über „WhatsApp“ oder direkt über die „NORA
Notruf-App“ speichern oder mit dem Smartphone ein Bild der Koordinaten machen und die
Information dann möglichst schnell an die lokale Feuerwehr oder unter der Nummer 112
weitergeben.
Mit dieser Aktion leistet der Luftsport einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zum
Abwenden von wirtschaftlichen Schäden, die jedes Jahr durch Wald- und Flächenbrände entstehen.

